Heute geht es um Punkte bei der Planung, die viele Paare nicht so auf dem Schirm haben – auch oder weil sie gerade nicht so oft angesprochen werden von Magazinen oder Blogs. Das möchte ich heute nun ändern 🙂 Hier kommen meine „geheimen“ Tipps für ein wirklich besonderes Fest, die vielleicht bisschen unbequem sind – aber dafür wahr.

1. Plant ein paar Minuten nur für euch zwei ein
Dieser Tag gehört eigentlich euch beiden. Eigentlich. Aber natürlich möchte man nicht, dass die Gäste zu kurz kommen. Ich erlebe es so oft, dass die Paare nach der Trauung den ganzen Tag getrennt voneinander verbringen, sich mit ihren Gästen beschäftigen und nur ganz selten und kurz miteinander sprechen. Daher: plant eine Zeit nur für euch ein. Das kann z.B. während des Fotoshootings sein, beim First Look oder bei der Fahrt von der Kirche zur Location. Oder auch mal ganz bewusst eine halbe Stunde zwischendurch. Glaubt mir, es macht einen Unterschied.

2. Lasst den Friseur zu euch kommen
Das erlebe ich so oft, dass Bräute beim Kennenlernen sagen, dass sie an ihrem Hochzeitstag morgens zu ihrem Friseur gehen wollen. Das könnt ihr gerne machen – an jedem anderen Tag eures Lebens, aber nicht an eurem Hochzeitstag. An diesem wichtigen Tag soll der Friseur oder Visagist zu euch kommen. Das nimmt so viel Stress raus, lässt euch entspannen und man fühlt sich nebenbei auch gleich noch viel mehr besonders.

3. Dienstleister haben auch Hunger
Plant auch für eure Dienstleister Essen und Getränke ein. Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem wird dies im Vorfeld oft vergessen. Und: es ist schön, wenn es nicht nur ein belegtes Brötchen ist, sondern vielleicht ein Teil des Menüs oder wenn er oder sie sich auch beim Buffet bedienen darf.

4. Sitzplan, der bis zum Ende flexibel ist
Ich habe bis jetzt die Hochzeiten an einer Hand abzählen können, die in den Tagen davor keine Absagen (meistens wegen Krankheit) hatten. Daher: druckt euren Sitzplan so spät wie möglich oder gestaltet ihn gleich so flexibel, dass ihr die Namen der Gäste, die nicht kommen können, nur abnehmen müsst.

5. Nehmt euch ein Zimmer
Es ist ein großer Unterschied, ob ihr nach eurer Hochzeit zu Hause in eure Wohnung kommt oder ein wunderschönes Hotelzimmer vorfindet. Um nicht gleich wieder hart im Alltag zu landen, sondern den Übergang smoother zu gestalten, kann ich euch nur raten: „Nehmt euch ein Zimmer“ 🙂

6. Macht den Eröffnungstanz zu EUREM Tanz
Ich habe schon so viele Paare gesehen, wie sie stiefmütterlich und fast widerwillig den ersten Tanz als Paar getanzt haben. Wenn man überhaupt von Tanzen sprechen konnte 🙂 Es ist euer erster Tanz als verheiratetes Paar und ich finde, dieser sollte auch so richtig zelebriert werden. Wenn ihr Hilfe benötigt, es gibt viele Tanzschulen, die Einzelstunden anbieten. Und wenn Tanzen gar nicht euer Ding ist, habe ich auch einen Tipp für euch. Lasst ihn einfach weg! Das ist dann authentisch und ihr könnt euch eventuell ja eine andere Aktion für die Eröffnung der Tanzfläche überlegen.

7. Gruppenfotos
Kennt ihr ein Gruppenfoto, das ihr gerne anschaut? Ich nicht. Es ist immer jemand gar nicht zu sehen, hat die Augen zu oder schaut nicht in die Kamera. Es ist auch nie vollständig, einer ist immer nicht mit drauf. Und wie lange es dauert, bis alle in Position sind und überhaupt wissen, dass jetzt ein Gruppenfoto gemacht wird. Spart euch das! Eure Zeit ist kostbar. Macht lieber eine Liste mit kleineren Gruppenfoto-Konstellationen und gibt sie eurem Fotografen. Diese Fotos mit eurer engsten Familie oder den besten Freundinnen werden auch wirklich angeschaut, aufgestellt und hingehängt.

8. An meiner Hochzeit wird es nicht regnen
Ich höre das so oft. Aber wir leben in Deutschland und es ist einfach ein MUSS einen Plan B bei schlechtem Wetter zu haben. Ich weiß natürlich, dass man sich damit nicht gerne befasst, aber es ist einfach wichtig. Daher Augen zu und durch und einmal einen Regenplan machen. Wo findet der Sektempfang dann statt? Wäre ein Zelt eine Alternative für die Zeremonie auf der Wiese? Sind Regenschirme vorhanden? Können wir Programmpunkte nach hinten oder vorne verschieben?

9. Lasst euch nicht reinreden
Mama, Schwiegermama, Trauzeugin, Freundinnen. So viele wichtige Personen begleiten euch auf eurem Weg zu eurer Hochzeit. Nicht selten erlebe ich, wie Bräute regelrecht verzweifeln, weil sie nicht mehr wissen, was sie machen sollen, weil ihnen ständig bei Entscheidungen reingeredet wird oder sie sogar manipuliert werden. Seid euch bewusst: Es ist EURE Hochzeit und ihr solltet eure Entscheidungen gemeinsam als Paar nach euren Wünschen und Erwartungen treffen – und nicht die Erwartungen Dritter erfüllen. Wo könnt ihr als Paar besser zeigen, dass ihr ein echtes Dreamteam seid, als bei der Planung EURER Hochzeit ?

Ich hoffe diese Tipps helfen euch bei der Vorbereitung eurer Traumhochzeit. Schreibt mir gerne oder kommentiert hier unten, wie ihr zu den einzelnen Tipps denkt oder ob ihr auch schon mit dem einen oder anderen Punkt in „Berührung“ gekommen seid.

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Eure kola

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